Infrastrukturdatenbank als Impulsgeber

Montag, 12. März 2018

Infrastruktureinrichtungen sind die Lebensadern der Gemeinde, weshalb es wichtig ist, diese Instand zu halten. Ein Projekt, unterstützt von der Regionalmanagement Burgenland, setzt hier neue Akzente.

Zur Infrastruktur einer Gemeinde zählen Straßen inklusive Straßenbeleuchtung und Verkehrszeichen sowie Anlagen zur Wasserversorgung und Abwasserentsorgung. Ihre Gemeinde verfügt über einen digitalen Leitungskataster und über digitale Unterlagen der Straßenbeleuchtung? Die Daten wurden als Shape-Datensatz von einem Ingenieurbüro geliefert, spiegeln aber nur teilweise die Instandhaltung oder die Aktualität wider? Wie komfortabel wäre eine zentrale Datenhaltung, die auch gleichzeitig den Wert der Anlagen und Infrastruktureinrichtungen abbildet sowie eine effiziente Instandhaltung ermöglicht? Einen Lösungsansatz bietet das von Regionalmanagement Burgenland GmbH (RMB) geförderte Projekt der Infrastrukturdatenbank, in dem sämtliche Infrastrukturdaten einer Gemeinde zentral verwaltet und aktualisiert werden.

Gemeinsame Datenbasis als Ziel

Sämtliche Infrastrukturdaten liegen im Verantwortungsbereich von Gemeinden und Verbänden. Indem diese in einer gemeinsamen Infrastrukturdatenbank verwaltet werden, sind sie langfristig, flexibel und jederzeit auf beliebigen Endgeräten verfügbar. Die Daten selbst sind einheitlich und zentral gesichert. Das System unterstützt die Planung von Maßnahmen zur Instandhaltung und Werterhaltung. Durch eine Online-Lösung  ist die Aktualisierung der Infrastrukturdaten einfach möglich, da die Ingenieurbüros direkt in die zentrale Datenbank einarbeiten. Somit sind der Betrieb und das Aktuellhalten der Daten im Vergleich günstig. Die Infrastrukturdatenbank liefert zugleich auch die Basis für das Anlagevermögen (Vermögensverzeichnis).

 

RMB ist im Auftrag des Landes Burgenland der Ansprechpartner für die EU-Förderpolitik im Burgenland und über das Projekt „Interkommunale Zusammenarbeit“ Initiator der „Infrastrukturdatenbank“. rmDATA Geoinformation unterstützt das RMB beratend aus fachlicher, technischer Sicht.

2000 km Infrastruktur im Bezirk Jennersdorf

Die Gesamtlänge der Infrastruktur im Bezirk Jennersdorf beträgt mehr als 2000 km. Diese 2000 km Leitungslänge zu verwalten, ist ein erster Schritt bei der Umsetzung der Infrastrukturdatenbank.

Diese wurde im Bezirk Jennersdorf als Prototyp umgesetzt. Bei einigen Gemeinden ist bereits die Datenerfassung im Gange. In der Pilotgemeinde St. Martin an der Raab wurde der erste Abschnitt fertigstellt. Dieses Pilotprojekt hat sehr gut gezeigt, dass die Infrastrukturdatenbank ein effizientes und sinnvolles Werkzeug ist um die Lebensdauer von Infrastruktureinrichtungen zu maximieren sowie richtige und sinnvoll durchgeführte Instandhaltungsmaßnahmen zu lenken. Nun sollen auch in anderen Bezirken Schritte zur Teilnahme an die Infrastrukturdatenbank folgen.

 

Indem das RMB Gemeinden beratend und mit Unterlagen (z.B. für Ausschreibungen) unterstützt, können weitere Gemeinden sofort mitmachen! Informieren Sie sich noch heute.


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