„Der persönliche Kontakt ist uns wichtig“

Montag, 09. Oktober 2017

Software-Kauf ist auch eine Frage des Vertrauens, gerade wenn es um die Nutzung wertvoller Datensätze in einem Forstbetrieb oder bei einem Liegenschaftsverwalter geht. In der Diözese Graz-Seckau ist das Geografische Informationssystem (GIS) von rmDATA seit einigen Jahren fixer Bestandteil in der Liegenschafts- und Forstverwaltung. Im Interview mit Herrn Dipl.-Ing. Wolfgang Böheim erfahren wir mehr über die Digitalisierung in der Forstverwaltung, laufende Datenaktualisierung und den persönlichen Kontakt zum Software-Hersteller.

 

rmDATA Geoinformation: Herr Böheim, Sie sind in der Liegenschaftsverwaltung der Diözese tätig und damit nicht nur mit der Forstverwaltung betraut. Erzählen Sie uns etwas über Ihren Tätigkeitsbereich.

Dipl.-Ing. Wolfgang Böheim: Wir verwalten und bewirtschaften im Diözesangebiet den Grundbesitz von rd. 350 Pfarren sowie den Grundbesitz anderer kirchlicher Grundeigentümer, die ebenfalls in unseren Zuständigkeitsbereich fallen. Der zu verwaltende Grundbesitz umfasst eine Gesamtfläche von rd. 9.100 ha. Mit rd. 8.300 ha stellen dabei die land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen den größten Anteil an der Gesamtfläche dar. Die restlichen Flächen sind vor allem bebaute Grundstücke, Friedhöfe, unproduktive Flächen und Gewerbegebiete. Unsere Hauptaufgabengebiete im Rahmen der Grundstücksverwaltung liegen insbesondere in der Bewirtschaftung der Waldflächen, der Vermietung und Verpachtung von Grundstücken, der Entwicklung und Verwertung von Grundstücken sowie der Einräumung von Rechten. Um diese Aufgaben möglichst effizient durchführen zu können, haben wir beginnend mit dem Jahr 2011 mit Unterstützung von rmDATA Schritt für Schritt unser GIS aufgebaut. Zigtausende Pacht- und Dienstbarkeitsflächen, kirchliche Gebäude und sonstige grundstücksrelevanten Informationen wurden im GIS erfasst und mit den dazugehörigen digitalisierten Dokumenten im Dokumentenverwaltungssystem verknüpft. Weiters wurden Schnittstellen zum Gebäudeverwaltungssystem sowie Rechnungswesen implementiert.

Bleiben wir bei der Forstverwaltung, wie kommen hier die GIS-Lösungen von rmDATA zum Einsatz?

Seit Kurzem haben wir auch den Bereich Forst im GIS abgebildet. Voraussetzung dafür ist, dass wir unsere Waldwirtschaftspläne digital führen. Es ist bereits ein Drittel der Waldfläche digital erfasst, der Rest folgt so bald als möglich. Die Waldflächen der Diözese sind auf vier Forstbezirke aufgeteilt, für die je ein Förster zuständig ist. Die Förster sind mit einer Reihe von Aufgaben betraut. U.a. obliegt ihnen die Planung, Organisation und Kontrolle der Aufforstung, der Pflegemaßnahmen, des Verbissschutzes, der Holzernte und auch die laufende Kontrolle der Waldflächen hinsichtlich vorhandenen Schadholzes. All die damit verbundenen Daten sollen zukünftig in den zentralen GIS-Datenbestand übernommen werden.

 

Was sind Ihrer Meinung nach die Vorteile digitaler Forstkarten?

Ich erhalte rasch einen guten Überblick über die einzelnen Reviere. Ich kann mit wenigen Mausklicks spezielle Abfragen und Analysen z.B. nach Altersklassen oder Rückemethoden erstellen, die wiederum als Grundlage für unsere Nutzungsplanung dienen. Änderungen im Bestand fließen in den digitalen Waldwirtschaftsplan ein. So bleibt der Datensatz - der im Übrigen viel Geld in der Erstellung gekostet hat - am aktuellen Stand und wird aktiv genutzt. Denn Daten, die in der Schublade landen, bringen nichts!

Wie sieht heute der Arbeitsablauf nach der Digitalisierung der Forstkarten aus?

In einem ersten Schritt wurde der Waldwirtschaftsplan ins GIS integriert. Er wird von den Anwendern, sprich den Förstern, derzeit hauptsächlich für die klassischen Funktionen wie „Suchen-Gucken-Drucken“ genutzt. Für die Auswertungen und Abfragen bin ich zuständig. Dazu nutze ich die sogenannte Forstfachschale in rmDATA GeoDesktop, die alle relevanten Sachdaten zu Forstflächen bietet. Zusätzlich nutzen wir seit Jahren die Web-basierende GIS-Lösung rmDATA GeoWeb, weil viele Mitarbeiter von unterschiedlichen Endgeräten auf die Daten zugreifen. Auch hier genügt ein Klick auf die gewünschte Forstfläche um sich die Daten des Bestandes am Endgerät anzeigen zu lassen.

 

Wie halten Sie die Forstdaten im GIS aktuell?

Da sich der Themenbereich Forst erst im Aufbau befindet, werden die Veränderungen am Waldwirtschaftsplan derzeit noch in Papierform dokumentiert. Aber schon bald soll der Förster diese Veränderungen direkt im GIS protokollieren, indem er am Endgerät (z.B. Tablet) mit einfachem ‚Redlining‘ z.B. Flächen erfasst und die nötigen Sachdaten eingibt. Diese Änderungen werden dann von mir übernommen und so laufend der Datenbestand aktualisiert, denn in 10 Jahren bis zur nächsten Forstinventur tut sich viel! So ist gewährleistet, dass die Förster draußen im Wald auch immer die aktuellen Daten zur Verfügung haben.

Was war ausschlaggebend, dass sich die Diözese für Software von rmDATA entschieden hat?

Bei rmDATA können wir uns auf eine Rundum-Betreuung verlassen. Das endet nicht bei der Bereitstellung der Software. Die Daten unserer externen Auftragnehmer, wie forsttechnische Büros, hat rmDATA einer Qualitätssicherung unterzogen und anschließend in den Datenbestand übernommen. Für die Digitalisierung weiterer Reviere wurde der Datenfluss optimiert und standardisiert, sodass auch alle weiteren Daten unseren Qualitätskriterien entsprechen.

rmDATA ist ein Unternehmen mit viel Erfahrung im Bereich Liegenschafts- und Forstverwaltung. Die Firma verfügt über ausreichend Mitarbeiter, wodurch eine Kontinuität gewährleistet ist. Wir schätzen sehr, dass Anpassungen rasch und kompetent durchgeführt werden. Und natürlich ist uns der persönliche Kontakt bei Anfragen sehr wichtig und das ist durch ein österreichisches Software-Haus garantiert.


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