GIS in der Landwirtschaft

Montag, 24. April 2017

Große landwirtschaftliche Betriebe nutzen ein geografisches Informationssystem als Planungsinstrument. Der Betrieb Ehrenhofer geht diesen Weg mit rmDATA GeoDesktop.

Hunderte bis tausende Hektar Anbaufläche im Kopf zu behalten ist ein Ding der Unmöglichkeit. Dessen ist sich auch Robert Ehrenhofer, Leiter des gleichnamigen Landwirtschaftsbetriebes im südburgenländischen Jennersdorf, bewusst.

Mit über 1000 ha Fläche ist Ehrenhofer einer der größten und modernsten Landwirtschaftsbetriebe in der Region. Von dieser Fläche ist ein Drittel in Eigenbesitz und der Rest sind Pachtflächen. Aufgrund der EU-Erweiterung war es notwendig, den Ackerbaubetrieb zu vergrößern, um konkurrenzfähig zu bleiben. Das wiederum machte es erforderlich, in der Verwaltung und in der Bewirtschaftung toporganisiert zu sein - und dazu zählt neben dem Einsatz von Software und GPS auch ein geografisches Informationssystem (GIS).

 

Nachhaltiges Planungsinstrument

„Natürlich habe ich derzeit noch vieles im Kopf, aber ich möchte sichergehen, dass auch meine Nachfolger einen Überblick über unsere Flächen behalten. Ich habe mit dem GIS nicht nur eine optimale Übersicht, wir planen damit die Aussaat, die Ernte und die Fruchtfolge. Ich möchte rmDATA GeoDesktop nicht mehr missen.“ Und der Landwirt ergänzt, dass er an der Software besonders die einfache Handhabung und benutzerfreundliche Oberfläche schätzt.

 

Der Familienbetrieb stellt mit dem rmDATA-GIS die verschiedenen Feldfrüchte dar, bildet zusätzlich die Gründüngungen farblich abgestuft ab und kennzeichnet in den Karten die Umbruchshäufigkeit von Flächen und Fruchtarten. Dadurch sind der Erntezeitpunkt sowie den Düngemitteleinsatz für die Arbeiter einfacher ersichtlich. Mit den umfangreichen Funktionalitäten ist die Software nicht nur in Gemeinden, bei Leitungsbetreibern oder Forstwirten im Einsatz, sondern ist ideal auch für landwirtschaftliche Betriebe geeignet.

Flächen aus INVEKOS einbinden

Aus dem INVEKOS-GIS der AMA (Integriertes Verwaltung- und Kontrollsystem) importiert Ehrenhofer die Feldstücke in Form von Shape-Dateien. Diese kombiniert der Landwirt mit eigenen Datenbanken mit Informationen zu Feldstücknummern, Riednamen und Eigentümern. Daraus erstellt er in rmDATA GeoDesktop im Handumdrehen fertige Karten mit konkreten Aussaat-  bzw. Bearbeitungsplänen für die Feldarbeiter.

 

Eine Sonderfunktion, die Robert Ehrenhofer wünschte, war eine entsprechend gut sichtbare Beschriftung der Feldstücke mit Nummer und Eigentümerbezeichnung. „Für mich und meine Arbeiter auf den Maschinen ist es wichtig, auf einen Blick und ohne Brille die Bezeichnung der Fläche zu erkennen. Das schätze ich an den Ausdrucken beim rmDATA-GIS besonders!“

Grafik oben: Feldstücke werden im rmDATA-GIS übersichtlich dargestellt und je nach Feldfrucht entsprechend eingefärbt. Wichtig: Auf einen Blick erkennt der Feldarbeiter die Feldstücknummer.

 

„Feldstückreichster“ Betrieb Österreichs

Kurioses Detail am Rande: Aufgrund der historisch gewachsenen Flächenstruktur im Burgenland (Realteilung) ist der Betrieb Ehrenhofer jener mit den meisten Feldstücken österreichweit. „Da ist es gut, wenn man sich  auf ein geografisches Informationssystem stützen kann“, bringt es Robert Ehrenhofer auf den Punkt.


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