Bäume & Gräber auf einen Klick

Donnerstag, 28. April 2016

Einen Leitungskataster haben viele Gemeinden, aber einen Baum- und Friedhofskataster noch wenige – die Gemeinde Heiligenkreuz im Lafnitztal ist ein Vorreiter.

Was bisher auf einem großen Papierbogen im Gemeindeamt händisch notiert und allenfalls gestrichen wurde, verwaltet die Gemeinde Heiligenkreuz im Lafnitztal (Südburgenland) nun in ihrem GIS: Der Friedhofskataster schafft einen raschen Überblick über jedes Grab mit einem Mausklick. In den Sachdaten wird verwaltet, ob ein Grab belegt oder frei ist, um welchen Verstorbenen es sich handelt und wann die Beerdigung stattfand. Ein Hyperlink auf ein Foto des Grabsteins visualisiert den Ist-Stand vor Ort und weitere Details zum Grab (siehe Bild unten rechts).

ZoomBaumkataster
ZoomFriedhofskataster rmDATA GeoDesktop

Die Gemeinde Heiligenkreuz nutzt das rmDATA-GIS rmDATA GeoDesktop bereits seit 2013 und hat sich nun für die Fachschale „Editieren“ entschieden, um Friedhof- als auch Baumkataster selbstständig fortführen zu können. Die Datenbasis für den oben erwähnten Friedhofskataster stammt als Shape-Datei von einem lokalen Vermessungsbüro. Das Ergänzen der Sachdaten führt Amtsleiter Bernd Skopec selbst durch: „Unser „brown paper“ auf dem wir die Gräber eingetragen hatten, war einfach nicht mehr zeitgemäß. Naheliegend war, diese Informationen in rmDATA GeoDesktop zu verwalten. Das erleichtert uns auch die Übersicht über die Benützungsberechtigungen.“

 

Anlassfall für das Einführen eines Baumkatasters für alle Bäume auf öffentlichem Grund (Bild oben links) war ein herabfallender Ast im Garten der Volksschule, der zum Glück glimpflich ausging. Daraufhin beschloss man jährliche Begutachtungen und laufende Pflegemaßnahmen. „Die Erstinvestition in die Erstellung des Katasters durch den Maschinenring und die Begutachtungen waren natürlich nicht gering, aber das war es uns im Hinblick auf den Vorfall in der Volksschule wert“, gesteht Bernd Skopec. Die Fortführung der Shape-Daten und Ergänzung der Sachdaten erfolgen selbständig im Haus.  Informationen wie Baumart, Umfang, Stamm- und Kronendurchmesser werden um die jährlichen Baumkontrollblätter mit Pflegemaßnahmen ergänzt. Amtsleiter Skopec zeigt sich über das Ergebnis sehr zufrieden: „Jetzt kann ich mit einem Mausklick direkt im GIS sofort alle Informationen abrufen!“


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