Interview: GIS in der Landwirtschaft

Immer mehr landwirtschaftliche Betriebe nutzen ein GIS als Planungsinstrument. Der Betrieb Ehrenhofer geht diesen Weg mit rmDATA GeoDesktop.

GeoNews: Herr Ehrenhofer, Sie bewirtschaften einen der größten und modernsten Landwirtschaftsbetriebe im Südburgenland. Wie organisieren Sie die Bewirtschaftung der Flächen?
Robert Ehrenhofer: Wir bewirtschaften über 1.000 ha Fläche in der Region um Jennersdorf. Von dieser Fläche ist ein Drittel in Eigenbesitz und der Rest sind Pachtflächen. Aufgrund der EU-Erweiterung war es notwendig geworden, den Ackerbaubetrieb zu vergrößern, um konkurrenzfähig zu bleiben. Das wiederum machte es erforderlich, in der Verwaltung und in der Bewirtschaftung top organisiert zu sein. Dazu zählt neben dem Einsatz von Software und GPS auch ein geografisches Informationssystem. Denn hunderte Hektar Anbaufläche im Kopf zu behalten ist ein Ding der Unmöglichkeit.

Sie setzen neben modernen Landmaschinen auch das GIS rmDATA GeoDesktop als nachhaltiges Planungsinstrument in der Bewirtschaftung ein?
Stimmt. Ich habe mit dem GIS nicht nur eine optimale Übersicht, wir planen damit auch die Aussaat, die Ernte und die Fruchtfolge. Ich möchte rmDATA GeoDesktop nicht mehr missen und ich schätze an der Software besonders die einfache Handhabung und benutzerfreundliche Oberfläche. Natürlich habe ich derzeit noch viele Daten meines Betriebes im Kopf, aber ich möchte sichergehen, dass auch meine Nachfolger einen Überblick über unsere Flächen haben.

Welche Informationen verwalten Sie zu den einzelnen Anbauflächen?
Wir stellen mit dem rmDATA-GIS die verschiedenen Fruchtarten wie Mais, Soja, Kürbis und Getreide dar, bilden zusätzlich die Gründüngungen farblich abgestuft ab und kennzeichnen in unseren Karten die Umbruchshäufigkeit von Flächen. Durch die farbliche Unterscheidung sind für unsere Arbeiter der Erntezeitpunkt sowie der Düngemitteleinsatz sofort ersichtlich.


Gab es auch Anpassungen der GIS-Software für Ihre Anforderungen?
Ja, denn für meine Arbeiter auf den Maschinen und für mich ist es wichtig, auf einen Blick und ohne Brille die Bezeichnung der Fläche auf der Karte zu erkennen. Daher wünschten wir uns eine „Sonderfunktion“, um die Beschriftung der Feldstücke mit Nummer und Eigentümerbezeichnung entsprechend gut sichtbar darzustellen. Das wurde umgesetzt und das schätze ich an den Ausdrucken von rmDATA GeoDesktop besonders.

Werden auch externe Daten in das System eingebunden?
Aus dem INVEKOS-GIS der AMA [Integriertes Verwaltung- und Kontrollsystem] importieren wir die Feldstücke als Shape-Dateien. Diese kombinieren wir mit einer eigenen Datenbank, die Informationen zu Feldstücknummern, Riednamen und Eigentümern enthält. Daraus erstellen wir dann in rmDATA GeoDesktop die fertigen Karten mit konkreten Aussaat- bzw. Bearbeitungsplänen für unsere Arbeiter.

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